Bürgerinitiative Pro Fuchs Ostfriesland e.V.  
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... denn er fühlt wie Du den Schmerz

 

Zentrale Punkte:

 

  • Durch die Fuchsjagd kann die Fuchsdichte in der Fläche nicht reduziert werden, weil Verluste durch einwandernde Tiere sowie steigende Geburtenraten ausgeglichen werden

  • Werden Füchse nicht bejagt, steigt die Populationsdichte in der Regel nicht an, weil Füchse bei hohen Dichten in sozialen Gruppen zusammenleben, in denen nur die dominante Füchsin Nachwuchs bekommt (Geburtenbeschränkung statt Massenelend)

  • Offensichtlich hindern soziale sowie hormonelle Faktoren die anderen Füchsinnen in einer solchen Gruppe daran, selber Nachwuchs zu bekommen. 


Mindestens 18 wildbiologische Studien aus mehr als 30 Jahren beweisen:               Fuchsjagd reguliert nicht!


Hewson R. (1986): Distribution and density of fox breeding dens and the effects of management. Journal of Applied Ecology 23, 531-538. 

  • Ermittlung der Anzahl von befahrenen Fuchsbauen in unterschiedlichen Arealen, um die Entwicklung der Populationsichte zu verfolgen.
  • Bejagung führte nicht zu einer Verringerung der befahrenen Fuchsbaue im darauffolgenden Frühjahr.

Baker P., Harris S. (2006): Does culling reduce fox (Vulpes vulpes) density in commercial forests in Wales, UK? European Journal of Wildlife Research 53 (2), 99-108. 

  • Im Rahmen der Studie wurde untersucht, ob mit Hilfe intensiver Fuchsjagd im Winter die Fuchsdichte im darauffolgenden Frühjahr reduziert werden kann. Die Fuchsdichte wurde dabei durch das Zählen von Kothaufen ermittelt.

  • Die Verluste wurden vermutlich durch Einwanderung rasch ausgelichen.

  • Insgesamt gab es keinen Hinweis darauf, dass das Töten von Füchsen die Anzahl der Füchse reduziert.

Rushton S.P., Shirley D.F., Macdonald D.W. & Reynolds J.C. (2006): Effects of culling fox populations at the landscape scale: a spatially explicit population modeling approach. Journal of Wildlife Management 70, 1102-1110. 

  • Die Studie nutzte eine Computersimulation, um den Einfluss verschiedener Techniken auf die Fuchsdichte in einem großen Gebiet (1.600km^2) zu ermitteln. Von vier Methoden (Fuchsjagd mit Hundemeuten, Abschuss in Herbst und Winter, Abschuss am Bau, und Reduktion der Fruchtbarkeit) war die Tötung von Mutter und Welpen am Bau sowie der Abschuss abwandernder Jungfüchse am effektivsten. Allerdings waren auch diese Methoden nur bei extrem hohen Tötungsraten (>80% der Gesamtpopulation!) effektiv, was für größere Gebiete in der Praxis vollkommen unerreichbar ist. Insgesamt erwies sich keine der Methode als effektiv zur Reduktion der Fuchspopulation, weil einwandernde Füchse rasch die getöteten Tiere ersetzten. 

Webbon C.C., Baker P.J., Harris S. (2004): Faecal density counts for monitoring changes in red fox numbers in rural Britain, Journal of Applied Ecology 41, 768-779. 

  • Analyse der Populationsdichte von Füchsen in mehreren über Großbritannien verteilten Gebieten von je einem Quadratkilometer Größe. Die Ermittlung der Populationsdichte erfolgte durch Zählung von Kothaufen.

  • Zwei Erhebungszeiträume: 1999/2000 und 2002/2003. Der zweite Erhebnungszeitraum fällt in die Zeit, in der nach dem Ausbrauch der Maul- und Klauenseuche in GB 2001 keine Jagd mit Hundemeuten zugelassen war.

  • In acht von neun Gebieten gab keine Unterschiede in der Populationsdichte von Füchsen vor und nach Inkrafttreten des Jagdverbots. 

Baker P.J., Funk S.M., Harris S., White P.C. (2000): Flexible spatial organization of urban foxes, Vulpes vulpes, before and during an outbreak of sarcoptic mange, Animal Behavior 59 (1). 

  • Studie zur sozialen und räumlichen Organisation einer Fuchspopulation vor und nach dem Ausbruch der Räude

  • Es zeigte sich dasselbe Phänomen wie durch Verluste infolge starker Bejagung: Die Größe von Fuchsgruppen sank, überlebende Tiere dehnten ihre Streifgebiete aus. 

Baker P.J., Harris S., Webbon C.C. (2002): Effect of British hunting ban on fox numbers, Nature 419 (6902) 

  • 2001 durften Füchse wegen des Auftretens der Maul- und Klauenseuche nicht mit Pferden und Hundemeuten gejagt werden. Es wurde untersucht, wie sich dieses Jagdverbot auf die Fuchspopulation auswirkte.

  • In den Untersuchungsgebieten hatte der Jagdbann keinen Einfluss auf die Fuchspopulation 

Beyer G. (2004): Wildtiermanagement in deutschen Nationalparken: Eine Herausforderung für den Naturschutz. In: Von der Jagd zur Wildbestandsregulierung: Muss in den Wildbestand im Nationalpark Eifel eingegriffen werden? Symposium am 13. Mai 2004 in Monschau-Imgenbroich, NUA Heft Nr. 15 

  • Der Aufwand, der zur reduzierenden Beeinflussung einer Tierart betrieben werden muss, steht im Verhältnis zur Größe des einzelnen Tiers. „Dabei gilt in starker Vereinfachung, dass Rotwildpopulationen in der Regel mit jagdlichen Methoden relativ einfach beeinflussbar sind, beim Rehwild der zu betreibende Aufwand bereits zunimmt und bei Tierarten wie Fuchs und Waschbär ein so gigantischer Aufwand betrieben werden muss, dass jagdliche Methoden hier unter realpraktischen Gesichtspunkten weitgehend unpraktikabel sindIn diesem Zusammenhang muss auch gefragt werden, inwieweit es überhaupt möglich ist, mittels jagdlicher Methoden Wildtierpopulationen zu beeinflussen beziehungsweise ob mit jagdlichen Methoden oftmals nicht genau das Gegenteil dessen erreicht wird, was im Rahmen der Zielsetzung eigentlich erreicht werden sollte." 

Meia J.S. (1994): Organisation sociale d'une population de renards (Vulpes vulpes) en milieu montagnard, Dissertation, Université de Neuchâtel 

  • Beobachtungen im Schweizer Jura: Füchse sind in hierarchische Gruppen organisiert (Alphapärchen + subordinate adulte Tiere, typischerweise Fähen). Die Paarung ist hier nicht auf das dominante Paar beschränkt, aber trotzdem gibt es nur einen Wurf pro Fuchsfamilie.

  • Grund dafür sind in-utero-Verluste bei den subdominanten Füchsinnen. Diese spielen offensichtlich bei der sozialen Bestandsregulierung von Fuchspopulationen eine wichtige Rolle. 

Kaphegyi T.A. (2002): Untersuchungen zum Sozialverhalten des Rotfuchses (Vulpes vulpes L.), Dissertation, Forstwissenschaftliche Fakultät der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg i. Brsg, Freiburg im Breisgau, 2002 

  • "Helferfähen": S. 79: "Festgestellt wurde, dass subdominante Fähen, die selber nicht zur Reproduktion kommen, bei der Aufzucht der Jungen der dominanten Fähe helfen. Angenommen wird, dass die "Helfer" sowohl die eigene Fitness als auch die ihrer Eltern erhöhen (EMLEN 1978; MACDONALD 1980; MACDONALD & MOEHLMAN 1982). Territorialität vorausgesetzt, hätten die "Helfer"-Fähen den unmittelbaren Vorteil eines gesicherten, geeigneten Areals, das ihre Überlebenswahrscheinlichkeit erhöht und das sie eventuell von den Eltern übernehmen können"

  • S. 83: Tendenziell ist bei hoher Populationsdichte eine geringere Abwanderung festzustellen, jedoch widersprüchliche Ergebnisse im Hinblick darauf, ob eher Fähen oder eher Rüden abwandern.

  • S. 84: Territorialität wird überbewertet: "Es deutet sich an, dass der Stellenwert von Territorialität als Mechanismus zur Aufteilung von Ressourcen innerhalb von Fuchspopulationen überbewertet wurde. Die von uns untersuchten Füchse investieren offensichtlich nicht in die Verteidigung von Territorien. Die adulten Tiere sind ortstreu, wobei sie Ressourcen gemeinsam mit anderen Füchsen nutzen." (im Untersuchsgebiet geringer Jagddruck, relativ hohe Bestandsdichte)

  • S. 2: "Vor allem im Zusammenhang mit der Tollwutbekämpfung zeigte sich jedoch, dass es sogar in Verbindung mit Baubegasungen mittels jagdlicher Reduktionsmaßnahmen nur bei wenigen Dezimierungskampagnen gelang, die Populationsdichte unter den Schwellenwert abzusenken, unter dem die Seuche zum Erliegen kommt (DEBBIE 1991). Die Bemühungen scheiterten an der Reproduktionsleistung und der hohen Anpassungsfähigkeit der Füchse an verschiedenste Umweltbedingungen (WANDELER ET AL. 1974, 1988; BÖGEL ET AL. 1974)."

  • S. 3: "Sowohl zur Seuchenbekämpfung als auch als Unterstützung von in ihrem Bestand gefährdeten Beutetieren des Fuchses ist eine Reduktion nur dann wirkungsvoll, wenn großflächig eine Absenkung der Bestandsdichte gelingt, die nicht aufgrund von Zuwanderung oder erhöhter Reproduktionsleistung durch die Füchse wieder ausgeglichen werden kann. Reduktionsversuche auf großer Fläche zeigten, dass dieses Ziel allein mit den heute zur Verfügung stehenden jagdlichen Mitteln kaum zu erreichen ist. Aufgrund dieser mangelnden Effizienz sollten Forderungen nach der Reduktion des Fuchses kritisch betrachtet werden (KAPHEGYI & BREITENMOSER 1995; KAPHEGYI 1998). Deutlich wird, dass einfache Ansätze wie jagdliche Eingriffe den heutigen Anforderungen an ein Management von Fuchspopulationen nicht gerecht werden. Es wäre zielführender, die der Populationsdynamik dieser Spezies zugrundeliegenden Zusammenhänge zu erkennen und aufbauend auf diesen Erkenntnissen entsprechende Managementmaßnahmen zu konzipieren (Z.B. BREITENMOSER ET AL. 1995; KAPHEGYI 1995)." 

    Nationalparkverwaltung Bayerischer Wald (Hrsg.) (2009): Rotfuchs und Dachs - Raumnutzungsverhalten und Habitatwahl, Wissenschaftliche Schriftenreihe Heft 18 

  • "Der geringe Sommerbesatz im Nationalpark Bayerischer Wald kann auf die niedrigen beobachteten Geheckgrößen (1,7 Welpen pro Wurf) zurückgeführt werden. Die Ursache liegt in der Sozialstruktur der hiesigen Fuchspopulation. Nach den vorliegenden Ergebnissen handelt es sich um eine stabile Population, die keinem menschlichen Jagddruck unterliegt (...)."

  • "STUBBE stellte Unterschiede in der Reproduktivität zwischen Waldgebieten mit niedriger Mortalität und Fald-Weld-Mischgebieten bzw. reinen Feldgebieten mit hoher Mortalität fest. Im Wald gab es signifikant weniger Welpen am Bau und einen höheren Anteil nicht reproduzierender Fähen. Zudem gelang der Nachweis von größeren und stabilen sozialen Strukuren in Waldgebieten. Nur wenig Fähen reproduzieren erfolgreich."

  • "Grundsätzlich produzieren wenig bejagte Fuchspopulationen weniger Nachkommen und ihr Durchschnittsalter ist höher. Die vorliegenden Ergebnisse bestätigen sowohl die geringen Populationszahlen in Waldgebieten als auch eine geringere Reproduktion. Die Bestandszahlen im angrenzenden Landkreis mit einem größeren Wiesenanteil waren wesentlich höher als im Nationalparkgebiet.“ 

Macdonald D. (1993): Unter Füchsen - Eine Verhaltensstudie. Knesebeck, München

  • "In den meisten Gegenden Europas verkraften Füchse selbst noch einen Abschuss von zwei Dritteln des Herbstbestandes. Pro Quadratkilometer und Jahr erlegen Jäger in Europa 0,7 bis 2,0 Füchse. Und trotz allem sind Füchse weitverbreitet und zahlreich geblieben".
  • Unter normalen jagdlichen Bedingungen (also keine Armeen von Berufsjägern, die sich vollständig dem Ziel der Fuchsvernichtung verschrieben haben) kann Fuchsjagd die Fuchsdichte nicht senken:

o Viele Füchse werden im Winter erlegt, und viele davon sind umhervagabundierende Rüden

o Ein getöteter territorialer Fuchs hinterlässt ein Revier, das schnell einen neuen Besitzer anzieht

o Wenn die Frühjahrspopulation dezimiert wird, steigt die Geburtenrate an (gestörtes Sozialsystem und weniger Nahrungskonkurrenz)

  • "Was bei den meisten Aktionen gegen Füchse herauskommt, sind allenfalls Fuchspelze - der Versuch, ihre Zahlen zu senken, steigert höchstens die "Produktion"

Heydon M.J., Reynolds J.C. (2000): Demography of rural foxes (Vulpes vulpes) in relation to cull intensity in three contrasting regions of Britain. Journal of Zoology, 251 

  • Die Studie wird oft von Jägern zitiert, weil sie zu dem Ergbnis kommt, dass Füchse sich zwar auf hohem Niveau selber regulieren, die Jagd aber durchaus einen Einfluss auf Fuchsdichten haben kann. Es wurde die Reproduktion von Füchsen in drei Regionen mit unterschiedlicher Bejagungsintensität untersucht.

  • Unterstützt dennoch die Annahme, dass bei hoher Fuchsdichte die Reproduktionsrate sinkt:

o In Region mit hoher Fuchsdichte größerer Anteil nicht reproduzierender Fähen (19% statt 0% der geschossenen Füchsinnen haben nie empfangen - "placental scars"). Hinzu kommt, dass die "in utero"-Verluste bei höher Fuchsdichte erheblich höher sind (32% statt 10,6% bzw. 17,6%)

o In Region mit höherer Fuchsdichte geringere Welpenanzahl pro Wurf (4,49 vs. 6,38 und 6,24). Es geht aber noch drastischer: 3,8 bis 4,0 (Harris & Smith, 1987); 3,0 (Englund, 1970)

Die Studie wurde finanziert von der Countryside Alliance (britischer Verband, der sich u.a. für die Wiedereinführung der klassischen Fuchsjagd mit Hundemeuten einsetzen) und vom Game Conservacy Trust (der Jägerschaft nahestehende Forschungseinrichtung) durchgeführt. 

Bellebaum J. (2003): Bestandsentwicklung des Fuchses in Ostdeutschland vor und nach der Tollwutimpfung, Zeitschrift für Jagdwissenschaften 49, 41-49 

Tollwutimmunisierung führt nicht zu dauerhaftem Anwachsen der Fuchspopulationen

  •  "Mittels Population Viability Analysis wurden Veränderungen in der Wachstumsrate von Rotfuchspopulationen infolge der Tollwutimmunisierung untersucht. Dazu wurden Reproduktionsdaten und Altersverteilungen aus veröffentlichten Studien mit Jagdstrecken und Fallwilduntersuchungen zur Berechnung von Populationsmodellen verwendet."
  •   "Diese zeigten eine vorübergehend erhöhte Wachstumsrate in den ersten Jahren nach der Immunisierung. Bereits nach weniger als zehn Jahren ging diese zurück. Ein dauerhaftes Anwachsen der Fuchspopulationen war nicht nachzuweisen. Wahrscheinlich stabilisierten sich die Bestände inzwischen auf höherem Niveau. Diese Annahme wird auch durch regionale Jagdstrecken und Baukartierungen gestützt. Für ostdeutsche Marderhunde ergab dieser Ansatz ähnliche Wachstumsraten wie für eine Fuchspopulation unmittelbar nach der Immunisierung." 

Goretzki J., Tottewitz F. Sparing H. (2003): Bemerkenswerte Ergebnisse der Wildmarkierung (Interesting results of gamemarking), BFH-Nachrichten 

  • Ergebnisse zur Altersstruktur von Fuchspopulationen in Arealen mit hoher vs. geringer Mortalität:

  • "Bezüglich des Lebensalters von Füchsen in freier Wildbahn konnten auf Rügen ebenfalls interessante Ergebnisse erzielt werden. Fuchspopulationen unter Tollwuteinfluss und intensiver Bejagung bestehen in der Regel zu 2/3 aus Tieren im Alter von weniger als einem Jahr. Füchse im Alter von mehr als drei Jahren sind in diesen Populationen als Seltenheit zu betrachten. Deutlich anders dagegen sieht die Alterszusammensetzung tollwutfreier Fuchspopulationen mit geringerem Jagddruck aus. Für die Insel Rügen konnten durch Rückmeldungen Füchse bis zu einem Lebensalter von 12 Jahren zweifelsfrei nachgewiesen werden." 

Iossa G., Soulsbury C.D., Baker P.J., Edwards, K.J., Harris, S. (2009): Behavioral changes associated with a population density decline in the facultatively social red fox. Behavioral Ecology, 20 (2), 385-395. 

  • Analyse von Paarungsverhalten und Gruppenbildung nach einem natürlich bedingten Abfall der Populationsdichte einer lokalen Fuchspopulation

  • Sowohl vor als auch nach dem Rückgang der Populationsdichte lebten die Tiere in Gruppen zusammen. Dabei wurden sowohl verwandte als auch familienfremde Tiere in den Gruppenstrukturen festgestellt (!).

  • Bei hoher Dichte war das Geschlechterverhältnis in den Gruppen ausgeglichen; bei geringer Dichte wiesen die Gruppen eine höhere Zahl weiblicher Tiere auf, wobei es eine einzelne dominante Fähe gab. 

Janko C., Trappmann D., Schröder W., Linke S., König A. (2013): Populationsdichten des Rotfuchses (Vulpes vulpes) im Stadt-Land-Gradienten und deren Determinanten. Beiträge zur Jagd- und Wildforschung, Bd. 38, 89-94 

  • Stadtfüchse (die ja i.d.R. nicht bejagt werden) leben in Familiengruppen zusammen. Während Füchse im Offenland paarweise leben, besteht eine Stadtfuchsfamilie aus drei bis sechs Füchsen. An der Reproduktion nehmen die dominanten Tiere teil und die Subdominanten werden geduldet, wenn das Streifgebiet für alle genügend Ressourcen bietet. 

Van der Vliet F., Baeyens, G. (1995): Voedsel van vossen in de duinen: Variatie in ruimte en Tijd. Atlelier Rijksbouwmeester, Amsterdam. 

  • Untersuchung der Fuchspopulation in einem Dünenareal in Nordholland, das seit vielen Jahren jagdfrei ist

  • Die Füchsinnen in diesem Gebiet gebaren im Durschnitt weniger als 3 Welpen pro Wurf

Hartley F.G., Follett B.K., Harris S., Hirst D., McNeilly A.S. (1994): The endocrinology of
gestation failure in foxes (Vulpes vulpes). J Reprod Fertil, 100(2):341-6. 

  • Studien sowohl an wild als auch in Gefangenschaft lebenden Füchsen haben gezeigt, dass in einer Gruppen von Füchsen normalerweise nur die dominante Fähe Nachwuchs bekommt. Dies konnte auch in dieser Studie an Gehegefüchsen belegt werden.

  • Hierbei wurde festgestellt, dass nicht reproduzierende Fähen deutlich niedrigere Progesteron- und Prolactinkonzentrationen, aber höhere Cortisolkonzentrationen im Blut aufwiesen. Dies wird auf sozialen Stress bei den subdominanten Fähen zurückgeführt. Hierin scheint eine wichtige Komponente der sozialen Geburtenregelung bei Füchsen zu bestehen. 


(Studienzusammenfassung von Dag Frommhold - fuechse.info )